Mit einer Person des Vertrauens reden

Sollte man erkennen das ein Suchtproblem oder eine Abhängigkeit besteht, kann man diese erste Schritte in Angriff nehmen.
1. Arzt des Vertrauens (z.b Hausarzt. Jeder Arzt hat Schweigepflicht)
2. Suchtberatung (in jeder größeren Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, direkt anrufen oder vorbeigehen)
3. Entgiftungskliniken
4. Selbsthilfeguppen
5. Mit einer Person ihres vertrauens reden.
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Lifeline
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Mit einer Person des Vertrauens reden

Beitrag von Lifeline »

Mit einer Person des Vertrauens reden

Ein weiterer wichtiger Schritt kann sein, mit einer Person zu sprechen, der man vertraut.

Das klingt zunächst vielleicht einfach, ist für viele Betroffene aber alles andere als leicht. Gerade wenn man selbst bemerkt, dass sich ein Suchtproblem oder eine Abhängigkeit entwickelt hat, können Scham, Angst, Schuldgefühle oder die Sorge vor der Reaktion anderer sehr groß sein.

Trotzdem kann es eine enorme Erleichterung sein, die eigenen Gedanken und Sorgen nicht mehr alleine mit sich herumzutragen.

Das muss nicht sofort ein großes Gespräch sein. Manchmal reicht zunächst ein Satz wie:

„Ich habe momentan ein Problem und weiß nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Ich möchte gerne mit dir darüber reden.“

Dabei muss man nicht alles erklären können und auch nicht auf jede Frage eine Antwort haben. Es geht zunächst einmal darum, sich jemandem anzuvertrauen und nicht mehr ganz alleine mit der Situation zu sein.

Wen kann man ansprechen?

Das kann ganz unterschiedliche Menschen betreffen:

- den Partner oder die Partnerin
- ein Familienmitglied
- einen guten Freund oder eine gute Freundin
- einen Arbeitskollegen oder eine Arbeitskollegin, zu dem oder der man besonderes Vertrauen hat
- eine andere Person aus dem eigenen Umfeld

Entscheidend ist nicht, wer diese Person ist, sondern dass man sich bei ihr sicher und ernst genommen fühlt.

Was kann dieses Gespräch bewirken?

Eine vertraute Person kann nicht automatisch das Suchtproblem lösen. Aber sie kann eine wichtige Unterstützung sein.

Vielleicht hilft sie dabei, den nächsten Schritt zu gehen – zum Arzt, zu einer Suchtberatungsstelle oder in eine Selbsthilfegruppe. Vielleicht begleitet sie einen zu einem Termin oder ist einfach jemand, den man anrufen kann, wenn es gerade schwierig wird.

Vor allem aber kann das Gespräch dabei helfen, aus dem Gefühl herauszukommen, mit allem alleine fertigwerden zu müssen.

Man muss sich nicht schämen

Eine Abhängigkeit ist keine Frage von „stark“ oder „schwach“. Sich einzugestehen, dass man Unterstützung braucht, kann vielmehr ein Zeichen dafür sein, dass man etwas verändern möchte.

Und auch wenn das erste Gespräch nicht so verläuft, wie man es sich gewünscht hat, bedeutet das nicht, dass man aufgeben sollte. Manchmal braucht es mehrere Anläufe oder eine andere Person, bei der man sich öffnen kann.

Der erste Schritt muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, ihn überhaupt zu gehen.

Wer merkt, dass ein Suchtproblem oder eine Abhängigkeit besteht, muss diesen Weg nicht alleine gehen.
Freie Entscheidung treffen, heißt Unabhängig zu sein.
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