Was ist für euch Sucht?

Erfahrungsgemäß ist Sucht gleichzusetzen mit Suchtkrank. Die Betroffenen können ihre Werte nicht ausleben und sind im Sozialen Verhalten eingeschränkt. Zudem isolieren sie sich vom Gemeinschaftsleben und ziehen sich meistens zurück. Das einzige Glücksgefühl besteht im Suchtmittel selbst. Wie seht ihr das? Und was bedeutet für euch "Sucht" oder "Suchtkrank ?
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Lifeline
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Was ist für euch Sucht?

Beitrag von Lifeline »

Was ist für euch eigentlich Sucht?

Das Wort „Sucht“ hört man ständig. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist es gar nicht so einfach zu sagen, was damit eigentlich gemeint ist.

Ist Sucht für euch erst dann Sucht, wenn man körperlich abhängig ist? Oder fängt sie schon viel früher an?

Ist es der Moment, in dem man merkt: „Ich kann irgendwie nicht mehr ohne.“?

Oder geht es eher darum, dass sich das eigene Leben immer mehr um eine bestimmte Sache dreht und andere Dinge dabei langsam auf der Strecke bleiben?

Viele Menschen verbinden Sucht sofort mit Alkohol oder Drogen. Aber Sucht kann natürlich auch ganz andere Bereiche betreffen. Glücksspiel, Computer, Handy, Kaufen oder andere Verhaltensweisen können ebenfalls zum Problem werden.

Und genau da wird es interessant.

Denn wann wird aus „Ich mache das gerne“ eigentlich „Ich brauche das“?

Wann wird aus einem Feierabendbier ein fester Bestandteil des Tages? Wann wird aus ein bisschen Spielen plötzlich ein Problem? Und wann merkt man überhaupt, dass man selbst vielleicht schon viel tiefer drinsteckt, als man eigentlich gedacht hat?

Bei einer Sucht kann sich mit der Zeit vieles verändern. Beziehungen können darunter leiden, Freunde werden weniger, Familie zieht sich zurück und irgendwann dreht sich vieles nur noch um das Suchtmittel oder das Suchtverhalten.

Man zieht sich vielleicht zurück, sagt Treffen ab oder hat einfach keine Lust mehr auf Dinge, die früher einmal wichtig waren.

Aber ist das immer so?

Oder kann Sucht bei jedem Menschen ganz anders aussehen?

Und was ist eigentlich mit den Momenten, in denen man trotz allem noch Spaß hat, lacht, arbeitet, Freunde trifft und nach außen vielleicht überhaupt nicht auffällt, dass etwas nicht stimmt?

Vielleicht ist Sucht deshalb auch viel mehr als nur das Suchtmittel selbst.

Vielleicht geht es auch darum, was die Sucht mit unserem Denken, unserem Alltag, unseren Beziehungen und letztendlich mit uns selbst macht.

Ich finde deshalb die Frage spannend:

Was bedeutet „Sucht“ für euch persönlich?

Wann habt ihr gemerkt: „Okay, das ist nicht mehr nur Gewohnheit“?

Was bedeutet für euch der Begriff „suchtkrank“? Ist das für euch eine hilfreiche Bezeichnung oder klingt das eher nach einem Stempel?

Und kann jemand süchtig sein, obwohl sein Leben nach außen noch ganz normal aussieht?

Lasst uns mal genau darüber reden – ohne Lehrbuch, ohne Fachbegriffe und ohne den Anspruch, dass einer von uns die perfekte Definition liefern muss.

Denn vielleicht bedeutet „Sucht“ für jeden von uns ein bisschen etwas anderes.

Also: Was ist Sucht für euch? 😉
Freie Entscheidung treffen, heißt Unabhängig zu sein.
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